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Sammelaktionen für Haiti

Erstellt am Donnerstag den 25. Februar 2010

Haiti

Während einer Sonderwoche haben die Schülerinnen und Schüler aus der 3. Sekundarklasse von Herrn Matthias Ehrminger eine Sammelaktion für Haiti organisiert.

Jedermann konnte den Kindern einfachere Arbeitsaufträge erteilen, die diese dann gegen ein Entgeld erledigten. In der schneereichen Zeit erledigten die Schülerinnen und Schüler vorallem Schnee-räumungsarbeiten, aber auch Fenster wurden blitzblank geputzt.

Der Erlös wird nun vollumfänglich für Haiti gespendet. Stolz übergaben die Schülerinnen und Schüler
Fr. 1'400 an die Schulverwaltung zur Überweisung an das "Hôpital Albert Schweitzer" auf Haiti.

Zudem haben die Kindergartenkinder in Schönholzerswilen fleissig gebastelt und ihre kleinen Werke anschliessend für den selben guten Zweck verkauft. Frau Barbara Ellerkamp, die Kindergärtnerin, durfte danach ca. Fr. 400 als Spende einzahlen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Kinder für ihren tollen Einsatz, aber natürlich auch an alle Auftraggeber und Käufer, die diesen schönen Erfolg möglich machten!!

Vortrag zum Thema

Erstellt am Donnerstag den 25. Februar 2010

ritalin Vortrag Otremba 2010

Rückblick auf den Vortrag
ADS / ADHS Pro- und Kontra Ritalin
„ die Suche nach der richtigen Antwort“

Am Freitag, den 12. Februar 2010 organisierte die VSG Nollen gemeinsam mit dem Samariterverein Schönholzerswilen einen Vortragsabend für Eltern, Lehrpersonen, Samariter und weitere Interessierte. Das Thema konnte über 130 Personen, trotz winterlichen Strassenverhältnissen und fasnächtlichem Treiben in der Region, in den Mehrzwecksaal Schönholzerswilen locken.

Der Referent Herr Dr. Heinrich Otremba berichtete kurzweilig und ausführlich aus seinem Alltag als Spezialarzt für Kinder- und Jugendmedizin in St. Gallen. Die Gewissheit, dass 5-7% aller Kinder und Jugendlichen in der Schweiz Probleme mit ihrer Aufmerksamkeit zeigen, ist erschreckend. Die Erkenntnis, dass bis zu 80 % der betroffenen Kinder auf Grund einer genetischen Disposition ein ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Störung) / ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-mit zusätzlicher Hyperaktivitäts-Störung) aufweisen, ist für die Eltern nicht immer erleichternd. Dass dadurch die verschiedensten Schwierigkeiten im Kindergarten, Schule, Familie und im Freundeskreis auftreten, ist verständlich. Für die betroffenen Kinder ist es unmöglich, die richtige Balance zwischen Aktivität und Ruhe zu finden. Sie zeigen Konzentrationsprobleme, können sich nicht entscheiden, was im Moment gerade wichtig ist und sind oft impulsiv. Da sie Schwierigkeiten bekunden, aus der Vielzahl von Umgebungsreizen das wichtige herauszufiltern, tun wir ihnen oft Unrecht, wenn wir meinen, sie benehmen sich mit Absicht so „unmöglich“. Dazu kommt erschwerend hinzu, dass unsere Kinder einem viel grösseren Leistungsdruck unserer Gesellschaft als früher bestehen müssen. Gleichzeitig sind aber verschiedenste Möglichkeiten für elementare Erfahrungen (Schulweg als Erlebnisfeld, Mitarbeit im Haus oder auf dem Hof, Freizeitgestaltung, die nichts kostet, ...) im Laufe der Zeit verloren gegangen, was für ein Kind mit ADS / ADHS nicht dienlich sei. Die Ausführungen des Referenten verdeutlichten die Komplexität dieses Problems.

Es gibt mittlerweile über 300 Therapieformen, welche bei Kindern mit ADS / ADHS angewendet werden. Dr. Otremba weisst darauf hin, dass bei jeder Therapieform nach 3-6 Monaten eine Verbesserung erkennbar sein sollte, damit die ungünstigen Eigenschaften sich nicht immer mehr einschleifen. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass medikamentöse Behandlungen im Zusammenspiel mit Verhaltenstherapien am erfolgreichsten sind. Für den Fachmann ist klar, dass nur dann Medikamente eingesetzt werden dürfen, wenn die hyperkinetischen Auffälligkeiten sehr stark ausgeprägt sind und dadurch erhebliche Probleme in der Schule oder in der Familie auftreten, welche die weitere Entwicklung der Kinder stark gefährden. Das Medikament Ritalin, verteufelt von den Gegnern, in den Himmel gelobt von den Befürwortern, kann in Kombination mit einer systemischen Therapieform ein praktikables Mittel sein, bei Kindern mit ADS / ADHS die Entwicklung positiv zu gestalten

Für die Schulbehörde
Andrea Bissegger